Hammergut NeidbergSeit 1470 im Bielatal · Sächsische Schweiz

Umgebung · Rosenthal-Bielatal

Sehenswürdigkeiten im Bielatal

Felsentürme, ein über 300 Jahre alter Hochofen, Mühlen an der Biela, ein ehemaliger Kurort und ein Zinnenturm mit Aussicht: Das Bielatal steckt voller Geschichte. Fast alles erreichen Sie vom Hammergut Neidberg zu Fuß oder mit dem Rad – die Entfernungen sind Luftlinie ab unserem Haus.

Felsen & Natur

ca. 2,4 km Luftlinie

Herkulessäulen und Klettergebiet Bielatal

Das Bielatal ist das gipfelreichste Klettergebiet der Sächsischen Schweiz: 239 Klettergipfel mit über 3.400 Kletterwegen auf rund sechs Kilometern. Die schlanken Herkulessäulen wurden 1904 und 1905 erstmals bestiegen und sind heute das bekannteste Fotomotiv des Tals.

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ca. 2,1 km Luftlinie

Aussicht „Nachbar“ und Johanniswacht

Am Rundweg mit dem gelben Punkt liegen gleich mehrere Aussichtsfelsen über dem oberen Bielatal – vom „Nachbar“ und von der Johanniswacht schauen Sie über die Felsenwelt bis zur Grenze nach Böhmen.

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ca. 3,7 km Luftlinie

Bennohöhle

Die Bennohöhle liegt am Wormsbergweg, ein kurzes Stück südlich der Ottomühle am Abzweig des Glasergrunds. Sie ist eine Klufthöhle, entstanden, als sich die Sandsteinfelsen hier in großer Tiefe verschoben und schief stellten. Für Besucher erschlossen wurde sie 1824 vom Oberförster, vom Wormsmüller und vom Schweizermüller gemeinsam – ein früher Fall von Fremdenverkehrswerbung im Bielatal.

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ca. 6,0 km Luftlinie

Grenzplatte

Die Grenzplatte ist ein Aussichtsfelsen ganz hinten im Bielatal, unmittelbar an der Grenze zu Tschechien. Die Grenze hier gehört zu den ältesten in Europa: 1459 wurde sie im Vertrag von Eger festgelegt. Nach 1781 ließ der Kurfürst die Staatswälder durch den Oberlandvermesser Frank mit Steinen markieren, die gekreuzte Schwerter, eine Jahreszahl und eine Nummer tragen; das Revier Rosenthal wurde 1796 versteint.

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Eisen, Hämmer & Mühlen

direkt am Haus

Hammergut Neidberg

Unser Haus ist urkundlich seit 1470 belegt – als Eisenhammer, später Mahlmühle und Sägewerk an der Wasserkraft der Biela. Direkt am Hammergut steht der alte Pflasterweg aus dem 19. Jahrhundert als Kulturdenkmal. Mehr dazu auf unserer Seite Geschichte seit 1470.

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ca. 1,0 km Luftlinie

Hochofen Brausenstein

Hier steht der einzige erhaltene Hochofen des ganzen „Pirnisch Eisen“-Reviers. Der Hammer „in dem Brussensteyn“ wird schon 1410 genannt, ab 1472 war er ein Amtshammer, und um 1548 sollte er im Jahr 27 Tonnen Eisen liefern – damals unter Hammermeister Peter Umblauff. Den rund acht Meter hohen Ofen ließ Christian Friedrich Münch 1693 bauen; die eingemeißelte Jahreszahl 1700 können Sie noch heute am Mauerwerk suchen. Wann das Feuer erlosch, ist nicht sicher – genannt werden 1734, 1736 und 1750. Gießhaus, Kohlhaus, Pochwerk und der Hammer selbst sind verschwunden, erhalten sind aber Reste der Beschickungsrampe, des Hammergrabens und des Wasserradgefälles.

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ca. 0,4 km Luftlinie

Reichsteiner Mühle

Die Reichsteiner Mühle wird schon 1549 als Mahlmühle des Hammerguts Reichstein genannt. Später wurde daraus eine Holzschleiferei, die Holz- und Streumehl herstellte; 1918 ersetzte eine Ossberger-Turbine das alte Wasserrad. Erhalten sind das winklige Mühlengebäude und das Wohnhaus mit Altan und Balkon, das die Jahreszahl 1922 trägt.

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ca. 1,2 km Luftlinie

Hammerwerk Reichstein und Gasthof Reichstein

Hier stand der Reichstein-Hammer, 1492 erstmals genannt als „hammer zum Reichensteyn an der Bile bey Pirne“ – der Name wird als „Siedlung am erzreichen Stein“ gedeutet. Der Hammer schmiedete Sensen, Pflugscharen und Werkzeuge; 1639 brandschatzten ihn schwedische Truppen, 1660 wurde er wieder aufgebaut, und 1791 heißt Reichstein nur noch „eingegangenes Hammerguth“. 1898/99 baute der Reichsteiner Fleischer Julius Hantzsch auf dem Gelände des alten Hammerwerks den Gasthof Reichstein mit einem der größten Ballsäle Sachsens, mit Stuckdecke und gläserner Tanzdiele aus den 1920er Jahren.

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ca. 3,4 km Luftlinie

Ottomühle

Die Ottomühle hieß zuerst Glasgrundmühle – der Name erinnert an eine Glasschleife im Glasergrund. 1651 kaufte sie ein kurfürstlicher Förster, der den Wildzaun an der Grenze zu Böhmen pflegen musste; daher der alte Name Zaunknechtsmühle, den Richters Reiseführer noch 1914 verwendet. Unter dem Haus verlaufen bis heute Mühlgraben und Mühlkanal, östlich des Wohnhauses – sie gehören zum Kulturdenkmal.

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ca. 1,2 km Luftlinie

Bogenbrücke und Wehr von 1898

Die steinerne Bogenbrücke an der Reichsteiner Straße trägt die Jahreszahl 1898; auf ihrer Unterseite liegt ein Wehr, mit dem Wasser für die Werke abgezweigt wurde. Gebaut wurde sie ein Jahr nach dem großen Hochwasser vom 29. und 30. Juli 1897, bei dem die Biela zahlreiche Brücken mitriss.

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ca. 5,0 km Luftlinie

Wegweisersäule „Nach den Mühlen 1835“

Diese steinerne Wegweisersäule trägt die Inschrift „Nach den Mühlen 1835“. Mit „den Mühlen“ waren die Mühlen im oberen Bielatal gemeint – Ottomühle, Wormsmühle und Schweizermühle –, die damals schon Wanderer und Gäste anzogen. Solche Säulen aus Sandstein sind im Landkreis inventarisiert; diese trägt dort die Nummer 239.

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Kurort & Aussichtsturm

ca. 2,6 km Luftlinie

Kaiser-Wilhelm-Feste

Keine echte Burg, sondern eine künstliche Bastion: ein kleiner Turm mit Zinnenkranz auf einem Felssporn hoch über der Schweizermühle. Gebaut wurde er um 1880 vom Rosenthaler Baumeister J. G. Kaiser, der Name soll auf eine Stammtischwette zurückgehen. 1992 wurde die Feste saniert – von oben schauen Sie weit über das Bielatal.

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ca. 2,1 km Luftlinie

Sophienquelle und Kurbezirk Schweizermühle

Aus der Sommerfrische an der Schweizermühle wurde 1837 eine Kaltwasseranstalt; 1838 entstand das Alte, 1866 das Neue Kurhaus, und aus der Kursiedlung wuchs der Ortsteil Schweizermühle. Die gefasste Sophienquelle gehörte zur Kaltwasserheilanstalt Schweizermühle – kaltes, kohlensäurehaltiges Quellwasser war neben der Biela das wichtigste Heilmittel der Anstalt. Rund um die Quelle stehen noch die Zeugen des Kurbetriebs: das Badehaus von 1888/89, das als Kurhaus gebaute sogenannte Biedermeierhaus, das Gasthaus „Zum Felsenkeller“ mit seinem Eiskeller, die Post-Villa – von 1887 bis etwa 1900 gab es hier eine Kaiserliche Poststelle mit Telegrafenamt – und die gemauerte Uferbefestigung der Biela.

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ca. 4,7 km Luftlinie

Kurbad Königsbrunn und die Bielatalbahn

Das lange, erhöht liegende Gebäude an der Bielatalstraße war die Kaltwasserheilanstalt Bad Königsbrunn, 1847 gegründet von dem Arzt Dr. Julius Putzar. Ab 1901 endete hier die „Gleislose Bielathal-Motorbahn“ aus Königstein – einer der ersten Oberleitungsbusse der Welt, der 1904 schon wieder eingestellt wurde.

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Dörfer mit Geschichte

ca. 2,5 km Luftlinie

Kirche Rosenthal

Eine Kirche St. Gallus gab es in Rosenthal schon 1356, als das Dorf noch zu Böhmen gehörte und dem Erzbistum Prag unterstand. Mit der Reformation 1539 wurde Rosenthal Langenhennersdorf zugeordnet, 1588 bekam es seine kirchliche Selbstständigkeit zurück.

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ca. 2,5 km Luftlinie

Pfarrhaus Rosenthal – Geburtshaus von Homilius

Im Pfarrhaus von Rosenthal wurde am 2. Februar 1714 Gottfried August Homilius geboren, ein Schüler von Johann Sebastian Bach, später bedeutender Kirchenkomponist und lange Jahre Kreuzkantor in Dresden. Eine Gedenktafel an der Hauswand erinnert an ihn.

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ca. 2,4 km Luftlinie

Sühnekreuz Rosenthal

Neben dem Pfarrhaus steht ein altes Steinkreuz aus Sandstein aus dem 15. oder 16. Jahrhundert, mit eingemeißeltem Schwert. Solche Kreuze wurden im Mittelalter oft als Sühne für einen Totschlag aufgestellt – was genau hier geschah, ist nicht überliefert.

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ca. 1,2 km Luftlinie

Rittergut Hermsdorf

Hermsdorf wird 1410 als „Hermansdorff“ genannt, und durch den Ort führte die mittelalterliche „Hohe Straße“ nach Böhmen. 1619 wird ein Vorwerk erwähnt, das schwedische Truppen 1639 zerstörten; 1696 ist Hermsdorf ein eigenes Rittergut. Zu den Besitzern gehörten die Grafen von Zinzendorf und die Familien von Cospoth, von Seckendorff und von 1834 bis 1905 von Buchardi, die um 1900 den Turm anbauen ließen.

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ca. 0,6 km Luftlinie

Gasthof Hermsdorf – das alte Erbgericht

Der Gasthof Hermsdorf an der Pirnaer Straße wird 1657 als „Erbgericht zu Hermßdorff“ erstmals erwähnt. Sein Wirt war es, der sich von 1776 bis 1785 über den Bierausschank auf dem Hammergut Neidberg beschwerte. Das heutige Gasthaus entstand zwischen 1835 und 1839 neu, später kam der Saal dazu.

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ca. 1,1 km Luftlinie

Alte Schule Bielatal

Das Schulhaus an der Schulstraße wurde 1881 gebaut – ein zweigeschossiger Putzbau mit Uhrentürmchen, daneben eine jüngere, eingeschossige Schule. Über der Tür steht: „Schulhaus / Die Kraft des Volkes liegt in unseren Kindern / Erbaut im Jahr 1881“. Bis 1990 wurde hier unterrichtet, dann zogen die Kinder in die neue Schule nach Rosenthal.

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Häufige Fragen zum Bielatal

Was kann man im Bielatal unternehmen?

Klettern und Wandern an 239 Klettergipfeln, darunter die Herkulessäulen, Aussichtsfelsen wie Nachbar, Johanniswacht und Grenzplatte, dazu Technikgeschichte mit dem Hochofen Brausenstein und den alten Mühlen an der Biela sowie der ehemalige Kurort Schweizermühle mit der Kaiser-Wilhelm-Feste.

Wo steht der Hochofen Brausenstein?

An der Talstraße im Ortsteil Brausenstein, rund einen Kilometer vom Hammergut Neidberg talaufwärts, beim Parkplatz „Hochofen“. Er ist der einzige erhaltene Hochofen des alten Eisenreviers „Pirnisch Eisen“.

Was ist die Kaiser-Wilhelm-Feste?

Ein kleiner Zinnenturm auf einem Felssporn über der Schweizermühle, um 1880 als künstliche Bastion gebaut und 1992 saniert. Von dort reicht der Blick weit über das Bielatal.

Mittendrin übernachten

Ferienwohnungen im Hammergut Neidberg

Vom Hammergut aus starten Sie direkt zu den Felsen, Mühlen und Aussichten des Bielatals. Unser digitaler Reiseleiter TOURsten erzählt Ihnen unterwegs die Geschichten zu jedem dieser Orte und plant mit Ihnen die passende Tour.

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Gut zu wissen

  • Der Rundweg mit dem gelben Punkt verbindet Herkulessäulen, Aussichtsfelsen, Kaiser-Wilhelm-Feste und Schweizermühle.
  • Die Biela entspringt in Böhmen bei Ostrov und mündet nach rund 18 Kilometern in Königstein in die Elbe.
  • Alle Orte finden Sie auch auf unserer Übersichtskarte.